Mutmacher-Losung

Prüft alles und behaltet das Gute! (Thessalonicher 5,21)

Nun ist schon fast der erste Monat des neuen Jahres 2025 vorbei und ich denke, inzwischen sind wir alle längst dort angekommen, bereit, uns den kommenden Monaten zu stellen, mit allem, was sie bringen mögen. Wir ahnen oder wissen von Aufgaben und Herausforderungen, die an uns gestellt werden. Es gibt vieles, auf das wir uns freuen können. Gemeinsame Begegnungen und Feste. Auch bei uns in der Gemeinde. 29 Jugendliche werden im Mai ihre Konfirmation feiern. Weiterlesen

Dich schickt der Himmel

„…dich schickt der Himmel.“ Was für eine Erleichterung. Endlich. Dass Du kommst – was für eine Freude! Vielleicht lassen sich die Hirten sogar diese Worte in den Mund legen. Schließlich loben und preisen sie Gott für alles, was sie da gehört und gesehen haben im Stall von Bethlehem in jener Nacht. Weiterlesen

Es wird wieder Advent

Es wird wieder Advent.
Verlässlich.
Wie in jedem Jahr.
Gott kommt
und ist doch auch schon längst da
in all unseren kleinen und großen Sorgen
in all unseren kleinen
und großen Freuden. Weiterlesen

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden

Ich habe auf das richtige Pferd gesetzt, aber es hat nicht gewonnen. Mit diesen Worten beginnt der Film „Gundermann“ über einen Künstler der DDR. Schon oft wurde im Lauf der Zeiten diese Erfahrung gemacht: auf etwas zu setzen, was nicht gewinnt. In der deutschen Geschichte hat es diese Erfahrung im vergangenen Jahrhundert gleich zweimal gegeben: 1945 und 1989.

Ich hatte vor ein paar Tagen ein Gespräch mit einer alten Dame. Sie erzählte mir sehr eindrücklich, wie schwer es für sie als junge Frau war zu verstehen, dass sie an etwas geglaubt hatte, das nicht nur verloren hatte, sondern grundfalsch war. Was sie nach 1945 über das Deutschland erfuhr, für das sie so begeistert gewesen war, entsetzte sie nachhaltig. Und dafür hatten ihre beiden Brüder und ihr Vater ihr Leben gegeben. Weiterlesen

Zeit für Gott, Zeit für dich

Alles hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. (Prediger 3,1)

Die meisten von Ihnen werden dieses biblische Wort kennen. Die Gesamtpassage, die dieser Vers einleitet, wirbt für ein „carpe diem“ (lat. „Nutze den Tag“) – man solle sich des Schönen freuen, denn das Schwere kommt bestimmt auch. Mancher hat im Leben die Erfahrung machen müssen, dass das Vertagen von Plänen und Wünschen in die Zukunft, dazu führte, dass die Pläne nicht mehr umgesetzt und die Wünsche nicht mehr erfüllt werden konnten. Weiterlesen

Friedensgruß zum Arche Noah-Fest

Der Krieg in der Ukraine ist schrecklich – und er ist gleichzeitig nicht der einzige Krieg in der Welt. Er hat die Berichte über die anderen Kriege weitgehend verdrängt, weil er in Europa stattfindet. Nur wenige Flugstunden von hier. Die Bilder zerbombter Häuser, zerstörten Lebens und flüchtender Menschen machen mich oft sprachlos.
Angesichts dieser Gewalt erscheint mir persönlich in diesem Jahr unser Arche Noah-Fest so wichtig wie nie: ein Fest, das die Verständigung und das Miteinander verschiedener Religionen und Kulturen feiert! Weiterlesen

Gottes Liebe kann uns leiten

Gottes Geist versöhnt und eint die leidende Schöpfung. (Motto der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen für den Ökumenischen Tag der Schöpfung 2022)

In der ersten Septemberwoche hat die Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) das erste Mal auf deutschem Boden getagt.

Vor mehr als 70 Jahren, 1948, fand die Gründungsversammlung des ÖRK in Amsterdam statt. Damals versammelten sich Vertreter von 147 Kirchen aus 44 Ländern, mehrheitlich aus Nordamerika und Europa stammend. Noch unter dem Eindruck der Leiden des Zweiten Weltkriegs wurde die Botschaft verkündet: „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“. In diesem Jahr in Karlsruhe waren über 4.000 Delegierte von ca. 350 Kirchen aus 110 Ländern der Erde zusammengekommen, um sich über Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung auszutauschen. Weiterlesen

Wozu ist die Kirche da?

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2. Timotheus 1,7)

Jeden Monat in der Presbyteriumssitzung sind wir bekümmert, dass wieder 5 bis 12 Menschen bewusst unsere Gemeinde verlassen haben und aus der Kirche ausgetreten sind. Oft sind es Menschen, die Anfang zwanzig sind – da liegt die Vermutung nahe, dass sie nun zum ersten Mal Kirchensteuer zahlen müssen und diese sparen möchten. Aber auch im fortgeschrittenen Alter kehren uns immer wieder Menschen den Rücken. Das macht uns betroffen.

Von einzelnen wissen oder ahnen wir, dass sie sich über eine Pfarrerin oder einen Mitarbeiter geärgert haben. Manche sind enttäuscht, weil sie keinen Platz in der Kindertagesstätte oder keinen Besuch zum Geburtstag bekommen haben, andere wollen sich von den Missbrauchsskandalen, die ja auch leider in der Kirche vorgekommen sind, distanzieren. Weiterlesen

In Jesus ist Gott an der Seite der Schwachen

Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. (Micha 4,3)

In der Süddeutschen Zeitung berichten Menschen aus der Ukraine, wie sie den Kriegsausbruch und die bisherigen Tage des Krieges erlebten. Es sind Berichte zwischen Verzweiflung und mutiger Standhaftigkeit. Vom ersten Tag des Krieges, dem 24. Februar, berichtet der 27jährige Ivan Bobelko aus Lemberg:

„Ich wurde um sieben Uhr morgens von meinem Handy geweckt. Meine Mutter war dran und sagte: „Ivan, steh auf, der Krieg hat angefangen.“ Das werde ich nie vergessen. Ich stand fassungslos da. Krieg, ein echter Krieg – das war etwas, was ich mir nicht vorstellen konnte. Ich meinte, wir sind im 21. Jahrhundert“ (Süddeutsche Zeitung Nr. 53 vom 5./6. März 2022, S. 11).

Viele haben sich nicht vorstellen können, dass es wirklich Krieg gibt. In der Ukraine nicht und schon gar nicht bei uns. Und dann kam er doch – dieser absurde Krieg, der kaum nachvollziehbar ist. Weiterlesen

Goldener Mittelweg

Sondern dessen rühme sich, wer sich rühmt: einsichtig zu sein und mich zu erkennen, dass ich, der HERR, es bin, der Gnade, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden, denn daran habe ich Gefallen. (Jeremia 9,23)

Darf man sich manchmal selbst loben? Als ich diese Frage einmal im Gottesdienst in einem Seniorenzentrum gestellt habe, bekam ich zwei interessante Antworten darauf. Weiterlesen